Happy Lughnasadh!

Tja, wie jedes Jahr fällt dieses Fest – leider ein bisschen leider… – mit unserm Nationalfeiertag, also dem 1. August, zusammen. Vielleicht sollte ich mich in Zukunft doch mehr nach der Mondin ausrichten – auf der anderen Seite hat ja schon alles seinen Grund.

Ich wollte mir für dieses Ereignis ein paar Kornähren pflücken, und habe festgestellt, dass das Feld, das ich dafür im Auge hatte, bereits abgeerntet ist. Bereits im Juli! Unglaublich, wie früh dieses Jahr alles ist… auf dem Markt gibt es bereits frische Äpfel und Zwetschgen.

Also packe ich hier einfach ein Sommerbild rein – was ja auch gut passt!

Das ist ein Virgin Caipirinha – Limetten, Rohrzucker drüber, alles schön zerstossen, mit Ginger Ale und Eiswürfeln auffüllen.

Salute – auf Lugh, und auf uns!

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Litha

Auweia – so kurz vor Lugh wird’s jetzt definitiv Zeit, dass ich endlich meinen Litha-Beitrag hochlade! Wobei ich auch mein Herdfeuer ein bisschen mit genau dieser Zeitspanne – von Litha zu Lugh – verknüpft habe, so macht das also schon Sinn, dass es nun etwas länger gedauert hat.

Wer mich kennt, weiss, dass ich eine erklärte „solitary“ Freifliegende bin, mit Fokus auf einer naturnahen Erdspiritualität. Von zwei Ausnahmen abgesehen feiere ich daher die Jahreskreisfeste meistens alleine, was ich aber auch gar nicht anders haben möchte. Trotzdem freue ich mich immer, wenn es sich spontan mal plötzlich anders ergibt, so geschehen kurz vor Litha, als mich Nepthis kontaktierte, eine weitere ehemalige Vollmondin. Tja, Connections halt  Oder Vernetzung, wie es so schön heisst.

Und tatsächlich hat sich nun auch mein eigenes Netz um einen Punkt ganz in der Nähe erweitert, nämlich das Spiraluna in Kreuzlingen. Dort finden Jahreskreisfeiern statt, aber auch Mondzirkel – Abende mit einem Thema, und nur für Frauen.

Das Litha-Fest hingegen war ganz als Familienfest ausgerichtet, also auch mit Männern und Kindern, und dazu hat es auch voll gepasst. Nicht nur, dass ich so Gelegenheit bekam, den Kleinen von Nephtis kennen zu lernen (soooo ein Schnüggel!!!), auch sonst haben die Kinder eine Qualität beigesteuert, die uns froh und spielerisch beschwingt mittrug, und die damit verbundene leichte Unruhe mehr als wett machte. Die Sonne schien hell und heiss, wir haben Wünsche formuliert und sind übers Feuer gesprungen, alles war sooo liebevoll vorbereitet und dekoriert, so dass ich diesen Nachmittag voll geniessen konnte. Nicht zuletzt fand ich auch sehr schön, dass wir uns etwas Mitnehmen durften, denn so wirkt bei mir alles immer noch etwas länger nach: Ein Badesalz – dass sich Jede/r selber zusammenstellen konnte, und Material zum Basteln für eine Sonne, die nun das Licht auch in unser eigenes Haus gebracht hat.

Das für mich Allerschönste war jedoch — der Göttinnentempel, den Maya im Innern des Spiraluna erschaffen hat. Denn bin ich auch normalerweise, was Tempel betrifft, eher im Wald zu Hause, so waren es doch Marion Zimmer Bradley und die Insel von Avalon, die vor langer Zeit meine Sehnsucht nach der Göttin entfacht haben. Und von daher habe ich auch immer noch die Sehnsucht, einmal Glastonbury zu sehen, an der Quelle dort zu verweilen, mich mit all den Frauen an diesem Ort verbunden zu fühlen, Stonehenge zu erfahren, und auch sonst im Süden von England meine keltischen Wurzeln zu spüren.

All dies traf dann an Litha für mich zusammen, und dafür bin ich sehr sehr dankbar. Dass ich mich mit Maya auf den ersten Blick total gut verstanden habe? Brauche ich sicher nicht mehr zu erwähnen  Es ist wieder eine etwas andere Richtung, die ich damit näher kennenlernte, und das finde ich sehr bereichernd. Es wird nicht mein letztes Mal im Spiraluna gewesen sein

PS: Auf der FB Page von Spiraluna (weiter oben verlinkt) ist ebenfalls ein Beitrag über Litha zu finden.

 

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Wonder Woman

Dem gedrängten Ferienprogramm geschuldet mussten Frau Tochter und ich die Gelegenheit fürs Kino ziemlich kurzfristig ergreifen, und dabei auch mal wieder ein uns eher unbekanntes Kino unterstützen – auf einen Freitag Abend im grenznahen Cinéstar hatte ich nämlich absolut keine Lust. Und auch wenn der Kinosaal dann eher klein und etwas altmodisch war: Der Sound war gut, und die Kinoatmosphäre stimmte, und das ist die Hauptsache!

Es ist ja bekannt, dass ich mit Actionfilmen normalerweise nicht so viel anfangen kann. Von daher habe ich nicht zu viel erwartet, durch die guten Kritiken dann aber vermutlich doch – „war ganz ok“ und „ich bereue es nicht, aber…“ beschreiben meinen ersten Eindruck ganz gut.

Vielleicht hätte ich es hier darum auch gar nicht mehr erwähnt, wenn ich nicht zugeben müsste, dass der Film doch irgendwie immer noch in mir nachwirkt, und – erstaunlicherweise – in der Rückschau wieder einiges besser wird.

Am genialsten für mich war die Insel der Amazonen. Vom Visuellen her nur in der Gesamtperspektive einen Tick zu kitschig, das dürfte (immer noch) der Technik geschuldet sein. Alles andere aber – vor allem die Frauen! – fand ich einfach fantastisch! Tat das gut, für einmal keine Schönheitsideal-Frauen ansehen zu müssen, sondern natürliche, oft auch schon etwas ältere Frauen, mit Ecken und Kanten, Muskeln und Falten. Ok, ich gehe nicht oft ins Kino, von daher bin ich vielleicht ein bisschen ab der Welt – doch die Tatsache, dass mir das so auffällt und erfreut, ist ja schon erstaunlich genug. Vielleicht tummle ich mich doch öfters auf Instagram als gedacht…

Der Film wird dann ziemlich düster, als er in die „reale Welt“ überwechselt, aber das ist ok. Gal Gadot macht das mit Humor wieder wett, und ja, ich finde es hat durchaus was, mal einer Frau dabei zuzusehen, wie sie unbesiegbar ein Schlachtfeld stürmt und einen Turm zerlegt.

Besonders witzig finde ich einen Dialog, in dem Steve ihr auf dem Boot erklärt, was eine Ehe ist, und Sex. SIE erklärt ihm dann, was Lust und Vergnügen sind… eine kurze, für mich aber subtile Szene, denn ich habe später in einem Interview mit ihr gelesen, was es eigentlich bedeutet: Mir unbekannt z.B. war, dass die Figur Wonder Woman schon vorher bestand. Und im Film bahnt sich ja eine zarte Liebesgeschichte an – aber eigentlich, im Original, ist Wonder Woman bi-sexuell. Was ja auch nur irgendwie logisch ist, wenn man auf einer reinen Fraueninsel aufwächst. Nicht überraschend aber wird dieses Detail gerne verschwiegen, da Bi nun mal bei vielen Fans klar weniger gut ankommt als eine Leinwand-Romanze mit einem attraktiven Piloten. Auf der Insel ist sie übrigens das einzige Kind, und – von Zeus himself aus Lehm zum Leben erweckt. Also nicht mal dafür brauchten sie einen Mann dort Keine Ahnung aber, ob hier Mythos und Film übereinstimmen, dafür vergesse ich die Details leider immer wieder gar zu schnell.

Klar abgebogen sind sie im Film jedoch leider damit, dass Ares/Mars der Kriegsgott ist (was allerdings noch stimmt), aber damit auch zum allumfassenden Bösewicht erklärt wird. Und das kann ich als Astrologin natürlich nicht so stehen lassen. Das Prinzip Widder und Mars liebt zwar den Kampf und die Herausforderung, aber ist genauso ein Teil der Ganzheit der 12 wie der „gemütliche“ Stier oder die „brave“ Jungfrau. Jede/r hat seine Aufgabe, und alle sind gleich wichtig! Das dünkt mich dann auch der grösste Minuspunkt am Film, wie ich auch die ganze Darstellung von Ares/Mars nicht sehr gelungen finde. Schade!

Fazit: Wer Unterhaltung mag, mit schönen Bildern – in diesem Fall lohnt es sich, wieder mal in eine mythologische Welt einzutauchen. Ob einem die Geschichte darüber hinaus noch berührt, wie jetzt mich, ist natürlich eine persönliche Sache, und muss nicht so sein.

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Bärlauch – once more and last

Ich war ja noch nicht ganz  zufrieden mit meinem Bärlauchsalz: Zu grob, und da waren auch noch Bärlauchblüten, die erst noch fertig getrocknet werden mussten.

Vorher

 

Die getrockneten Blüten

 

Alle schön abgezupft, und dann rigoros nochmals zusammen mit dem Salz mit dem Stabmixer bearbeitet. So sieht das jetzt zum Schluss aus!

Nun ist das Thema eh durch bis zum nächsten Frühling, und dann werde ich ja wissen, ob Bärlauchsalz auch in Zukunft in unsere Küche gehören wird.

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Wonder Girl

Ich muss jetzt erstmal schnell zwischendurch was loswerden – Fundstück 1: Das Fearless Girl gegenüber dem Wallstreet-Bullen hat jetzt einen eigenen Twitter-Account. Ganz unabhängig von der Frage, ob wirklich Jede/r heutzutage einen Twitter-Account braucht *Augenverdreh* finde ich es doch immer ganz nett, zwischendurch auch mal in eine positive Bilderflut einzutauchen. Und all die Fotos von den Menschen dort, die sich über das starke Mädchen freuen, machen mir Mut, wenn die Welt da draussen grad mal wieder äusserst be…scheiden daher kommt!

Noch steht sie ja nur für ein Jahr dort, aber ich hoffe natürlich sehr, die „make her permanent“-Bewegung ist erfolgreich.

Fundstück 2 – über einen ganz anderen Twitter-Account (ähm ja, ich weiss… *g*): Dies hier Sehr cool!

Überhaupt frage ich mich, ob ich Wonder Woman mit meiner Tochter ansehen möchte. Actionfilme sind zwar nicht unbedingt mein Ding, aber ich habe so viel Gutes über diesen Film gelesen… ich werde berichten

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Bärlauch reloaded

Habe ich doch vor kurzem gesagt, dass ich ausserhalb der Saison eh keine Lust auf Bärlauch habe, und ihn mir daher auch nicht konservieren werde. Dann war ich einmal mehr – wie kürzlich öfters – bei Shermin-Bella im Magischen Kessel. Bella kenne ich persönlich vom ehemaligen Vollmond  und den Sommercamps, und da ich im Moment grad an einer Ernährungsumstellung arbeite, habe ich Lust auf Neues ausprobieren. Und immer wenn ich Rezepte suche, dann gucke ich auch immer im Magischen Kessel vorbei – weil ich lieber bei Jemandem abgucke, der pagan-hexisch unterwegs ist, als bei Jemandem, der sich „Chefkoch“ oder „Wie bei Mutti“ nennt  Ausserdem arbeitet Bella an dieser Fundgrube an Ideen und Rezepten schon seit Jahren, und dabei äusserst liebevoll. Auch ihre Fotos sind immer sehr schön gemacht, dafür habe ich ja ein bisschen ein Auge.

Dort bin ich also auf  Bärlauchsalz gestossen, was mich sofort überzeugt hat.

Schlussendlich habe ich dann gleich zwei Sorten Salz gemacht: 1x „Frische Frühlingskräuter“ mit allem drin, was bei mir im Garten so grad neu und frisch war, und 1x nur mit Bärlauch.

Ausserdem war das Gelegenheit, mal wieder zu Mörsern. Für mich ist das so richtiges schönes Hexen-Handwerk, und erdet mich unheimlich. Schon alleine diesen rundlichen Mörser in der Hand zu halten finde ich klasse. Der grosse Weisse ist jetzt zwar eher eine klinische Apotheker-Variante, aber ich habe noch andere Mörser, und ich brauchte Platz für die grossen Blätter.

Nachdem ich dann eine erste Ladung zu Pulver vermörsert habe, habe ich angefangen, es mir etwas einfacher zu machen, also z.B. zuerst die Blätter möglichst klein zu zerbröseln Noch später habe ich mir, zwecks Fehlen einer Mühle in unserer Küche, ganz neu-hexisch den Stabmixer zu Hilfe genommen.

Trotzdem bin ich mit dem Endresultat noch nicht ganz zufrieden, da muss ich mir nächstes Jahr noch etwas einfallen lassen, dass das alles noch feiner wird. Und auch das Meersalz ist mir eigentlich etwas zu grob. Vielleicht jage ich daher einen Teil des Salzes noch ein weiteres Mal durch einen Stabmix-Tornado, nur so mal zum Ausprobieren und zum Vergleich. Ausserdem habe ich auch noch Bärlauchblüten getrocknet, die sollen auch noch drunter gemischt werden.

Ich verwende in unserer Küche eher wenig Salz, von daher habe ich noch keine grossen Erfahrungswerte. Aber auf gekochten Eiern z.B. ist das Bärlauchsalz schon mal absolut genial!!!

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gesponnenes Garn

Bluefaced Leicester Garn mit recycleten Sarifäden bin ich am verspinnen. Im Hintergrund ist noch ein selbstgemachtes Kind am schlafen 🙂

 

 

 

 

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Happy Beltaine!

Oder wie mal Jemand sagte – Lasst es krachen, Mädels!

Mein Kopfschmuck an unserer Beltainefeier – am Tag danach 🙂

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Unvergessen – die Apfelblütengöttin

Nachdem ich den Grüntonnen-Beitrag hochgeladen hatte, fiel mir auf einmal meine Apfelblütengöttin wieder ein, die ich vor ein paar Jahren gestrickt hatte. Eine „Venus de Merino“ mit tollen Kurven! Sie war ziemlich lange in unserem Apfelbaum zu Hause, bis ich sie dann respektvoll weiterverwandeln musste.

Auch sie hatte eine gehäckelte Apfelblüte im Haar, und von ihr stammen die Wollreste, die ich nun grad wieder so super gebrauchen konnte.

 

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Blüten-Tonne

Kürzlich konnte ich endlich etwas tun, für das ich nie Zeit hatte – unsere Grüntonne verschönern. Ausserdem wollte ich sie damit auch gleich unverwechselbar machen, denn wenn hier Grünabfuhr ist, stellen alle ihre Tonnen an der Ecke bereit, und die sehen dann natürlich alle mehr oder weniger gleich aus… grün eben. Ich brauchte also etwas Individualität 

Dass ich die Griffe umhäckeln wollte war mir schnell klar, Yarnbombing hat mich schon immer fasziniert. Hier brauchte es nur 2 Anläufe, bis ich die Anzahl Maschen raushatte, danach war alles kein Problem.

Dann musste ich aber erst die nächste Grünabfuhr abwarten, um zu sehen, ob die Griffe beim Anheben der Tonne beschädigt würden. Werden sie nicht.

Daher noch die schmaleren Banderolen um die Deckelgriffe gehäckelt, und 2 + 1 Blüten oben drauf, passend zum Grün der Tonne, in den Frühlingsfarben der Apfelblüten.

Bis jetzt hat ihnen auch der Regen nicht geschadet, und jedes Mal, wenn ich sie ansehe, freue ich mich So kleine Dinge sind’s manchmal, die mir ein Lächeln schenken… und ausserdem bilde ich mir ein, dass wir nun die schönste Grüntonne des ganzen Ortes haben!

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