Bärlauch reloaded

Habe ich doch vor kurzem gesagt, dass ich ausserhalb der Saison eh keine Lust auf Bärlauch habe, und ihn mir daher auch nicht konservieren werde. Dann war ich einmal mehr – wie kürzlich öfters – bei Shermin-Bella im Magischen Kessel. Bella kenne ich persönlich vom ehemaligen Vollmond  und den Sommercamps, und da ich im Moment grad an einer Ernährungsumstellung arbeite, habe ich Lust auf Neues ausprobieren. Und immer wenn ich Rezepte suche, dann gucke ich auch immer im Magischen Kessel vorbei – weil ich lieber bei Jemandem abgucke, der pagan-hexisch unterwegs ist, als bei Jemandem, der sich „Chefkoch“ oder „Wie bei Mutti“ nennt  Ausserdem arbeitet Bella an dieser Fundgrube an Ideen und Rezepten schon seit Jahren, und dabei äusserst liebevoll. Auch ihre Fotos sind immer sehr schön gemacht, dafür habe ich ja ein bisschen ein Auge.

Dort bin ich also auf  Bärlauchsalz gestossen, was mich sofort überzeugt hat.

Schlussendlich habe ich dann gleich zwei Sorten Salz gemacht: 1x „Frische Frühlingskräuter“ mit allem drin, was bei mir im Garten so grad neu und frisch war, und 1x nur mit Bärlauch.

Ausserdem war das Gelegenheit, mal wieder zu Mörsern. Für mich ist das so richtiges schönes Hexen-Handwerk, und erdet mich unheimlich. Schon alleine diesen rundlichen Mörser in der Hand zu halten finde ich klasse. Der grosse Weisse ist jetzt zwar eher eine klinische Apotheker-Variante, aber ich habe noch andere Mörser, und ich brauchte Platz für die grossen Blätter.

Nachdem ich dann eine erste Ladung zu Pulver vermörsert habe, habe ich angefangen, es mir etwas einfacher zu machen, also z.B. zuerst die Blätter möglichst klein zu zerbröseln Noch später habe ich mir, zwecks Fehlen einer Mühle in unserer Küche, ganz neu-hexisch den Stabmixer zu Hilfe genommen.

Trotzdem bin ich mit dem Endresultat noch nicht ganz zufrieden, da muss ich mir nächstes Jahr noch etwas einfallen lassen, dass das alles noch feiner wird. Und auch das Meersalz ist mir eigentlich etwas zu grob. Vielleicht jage ich daher einen Teil des Salzes noch ein weiteres Mal durch einen Stabmix-Tornado, nur so mal zum Ausprobieren und zum Vergleich. Ausserdem habe ich auch noch Bärlauchblüten getrocknet, die sollen auch noch drunter gemischt werden.

Ich verwende in unserer Küche eher wenig Salz, von daher habe ich noch keine grossen Erfahrungswerte. Aber auf gekochten Eiern z.B. ist das Bärlauchsalz schon mal absolut genial!!!

 

 

 

 

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gesponnenes Garn

Bluefaced Leicester Garn mit recycleten Sarifäden bin ich am verspinnen. Im Hintergrund ist noch ein selbstgemachtes Kind am schlafen 🙂

 

 

 

 

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Happy Beltaine!

Oder wie mal Jemand sagte – Lasst es krachen, Mädels!

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Unvergessen – die Apfelblütengöttin

Nachdem ich den Grüntonnen-Beitrag hochgeladen hatte, fiel mir auf einmal meine Apfelblütengöttin wieder ein, die ich vor ein paar Jahren gestrickt hatte. Eine „Venus de Merino“ mit tollen Kurven! Sie war ziemlich lange in unserem Apfelbaum zu Hause, bis ich sie dann respektvoll weiterverwandeln musste.

Auch sie hatte eine gehäckelte Apfelblüte im Haar, und von ihr stammen die Wollreste, die ich nun grad wieder so super gebrauchen konnte.

 

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Blüten-Tonne

Kürzlich konnte ich endlich etwas tun, für das ich nie Zeit hatte – unsere Grüntonne verschönern. Ausserdem wollte ich sie damit auch gleich unverwechselbar machen, denn wenn hier Grünabfuhr ist, stellen alle ihre Tonnen an der Ecke bereit, und die sehen dann natürlich alle mehr oder weniger gleich aus… grün eben. Ich brauchte also etwas Individualität 

Dass ich die Griffe umhäckeln wollte war mir schnell klar, Yarnbombing hat mich schon immer fasziniert. Hier brauchte es nur 2 Anläufe, bis ich die Anzahl Maschen raushatte, danach war alles kein Problem.

Dann musste ich aber erst die nächste Grünabfuhr abwarten, um zu sehen, ob die Griffe beim Anheben der Tonne beschädigt würden. Werden sie nicht.

Daher noch die schmaleren Banderolen um die Deckelgriffe gehäckelt, und 2 + 1 Blüten oben drauf, passend zum Grün der Tonne, in den Frühlingsfarben der Apfelblüten.

Bis jetzt hat ihnen auch der Regen nicht geschadet, und jedes Mal, wenn ich sie ansehe, freue ich mich So kleine Dinge sind’s manchmal, die mir ein Lächeln schenken… und ausserdem bilde ich mir ein, dass wir nun die schönste Grüntonne des ganzen Ortes haben!

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Bärlauch

Immernoch ist bei uns voll die Bärlauchzeit, und dieses Jahr gehörte ich zu den Allerersten, die die ganz jungen frischen Blätter gepflückt haben. Vielleicht bin ich halt einfach ein einfaches Gemüt, aber Kartoffeln mit Saurem Halbrahm, in den frische Frühlingkräuter – oder eben nur Bärlauch – geschnippelt werden, gehören für mich zum Besten, was es gibt.

Da jetzt unterdessen aber auch die Maiglöckchen spriessen, verlinke ich hier mal den genialen Beitrag von Ivana über den Bärlauch. Am besten aber finde ich die Fotos darin, denn ich muss tatsächlich jedes Jahr wieder erneut nachschlagen, was denn jetzt die Unterschiede sind. Dieses Jahr aber habe ich mir nun die Bilder gleich ausgedruckt und eine Doppelseite in meinem Bullet-Journal damit dekoriert – nächstes Jahr wird dies daher definitiv einfacher!

Eine Suppe hatte ich bis jetzt noch nie gemacht, und so ist dies mein erster Versuch – war super lecker, nur (noch) ein bisschen zu salzig für meinen Geschmack, aber das lässt sich ja korrigieren. Und Food-bloggen ist ganz offensichtlich auch nicht so meins, denn als wir die Suppe gegessen haben, war es bereits dunkel, und mit dem Blitzlicht sieht die Farbe nun ziemlich… äh interessant aus.

Et voilà!

Ivana spricht auch davon, dass sie Bärlauch einfrieren möchte. Das habe ich meinerseits bereits einmal probiert, aber wieder verworfen. Erstens haben meine Blätter damals einen komischen Geschmack angenommen, was man aber mit einer richtigen Konservierung vermutlich vermeiden könnte. Viel wichtiger aber ist für mich die Tatsache, dass ich zwar beim stubsen der ersten Blätter immer total Heisshunger auf Bärlauch habe, aber wenn die Saison vorbei ist, ist dieser auch wieder total weg. Ich glaube, ich hatte in dem ganzen Jahr, als ich ihn eingefroren im Gefrierfach liegen hatte, kein einziges Mal Lust auf Bärlauch. Nur den Pesto, den ich manchmal von meiner Freundin geschenkt bekomme, kommt dann noch zum Zug.

Beim Löwenzahnhonig geht es mir übrigens ähnlich. Daher bin ich unterdessen der Überzeugung, dass das Leben mit dem Jahreskreis eben auch immer ein Loslassen beinhaltet, also nicht nur im Herbst und zu Samhain. Dafür ist die Vorfreude aufs nächste Jahr dann umso grösser!

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Happy Ostara – mampf!

Unsere diesjährige Hasenparade – nicht ganz super gesund, aber muss sein

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Happy Ostara – stups!

Ich wünsche Euch allen ein frohes und sonniges Ostara!

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„Die göttliche Ordnung“

Und aller guten Dinge sind – mindestens…! – drei, und ausserdem scheine ich auf meine älteren Tage auch politischer zu werden…

Der neue Schweizerfilm von Petra Volpe „Die göttliche Ordnung“ hat wohl bei uns am ersten Wochenende mit 36’000 Besuchern nach „Fifty Shades Darker“ den besten Filmstart dieses Jahres hingelegt. Und das ist für einen solchen Film und unsere hiesigen Verhältnisse ein toller Erfolg!

Es geht darin um den Kampf für das Frauenstimmrecht. Wer denkt, dass wir hier in der Schweiz ein tolles Stimm- und Wahlsystem haben, hat zweifellos recht. Aber wer denkt, dass das bestimmt schon lange so ist, liegt leider definitiv falsch… Mein Heimatkanton Basel-Stadt war (mal wieder  ) der erste Kanton, der im 1966 das Frauenstimmrecht eingeführt hat. Aber danach ging es nicht etwa zack auf zack, sondern schleppte sich nochmals gehörig hin, bis es 1971 endlich soweit war – zumindest eidgenössisch. Denn selbst im 1990!!! sagte der letzte kleine Kanton Appenzell Innerrhoden noch NEIN dazu! 1991 entschied dann der Bund, und damit war’s auch in allen Kantonen durch.

Das war also ein richtiger Kampf. Und wie viel das tatsächlich gebraucht hat, kann man im Film sehen, den ich mir selber leider noch nicht ansehen konnte. Aber das wird wohl eh einer, den ich mir so bald wie möglich auf DVD besorge. Auch um ihn dann auszuleihen, denn schon meine eigenen Töchter haben ja kaum mehr eine Ahnung, auf was für Leistungen ihre Selbstverständlichkeiten beruhen. Zum Arbeiten brauchte es damals noch die Erlaubnis des Mannes… 🙁 Und da finde ich es top, dass es nun einen so tollen Film darüber gibt, und er gar auch noch erfolgreich ist!

Ausserdem wäre das bestimmt auch eine gute Gelegenheit für sie, mal spezifisch ihre Grossmütter danach zu befragen. In den 60ern und 70ern waren diese ja gerade selbst junge Mütter.

Wer sich also wieder mal etwas „Quitscherdütsch“ geben möchte – der Trailer ist auf der offiziellen Website (weiter oben verlinkt) zu finden. In der Rezension von Watson findet man ein paar schöne alte Fotos. Ausserdem möchte ich als Ausnahme auch mal FB verlinken, da es dort ein paar interessante Dinge zu sehen gibt wie zum Beispiel Wahlplakate *gegen* das Frauenstimmrecht. „Lasst uns aus dem Spiel“, jaja – nicht! Das ist zum Teil auch für mich kaum mehr vorstellbar!

 

Ergänzung am 3. April 2017:

Nun hat es doch noch geklappt und ich konnte mir den Film sogar mit meiner Tochter zusammen ansehen. Schon das alleine war ein sehr schönes Erlebnis! Frauenpower eben 🙂

Uns beiden hat der Film gut gefallen – ein paar Hänger waren drin, auch für mich, aber aufs Ganze betrachtet ein spannend und schön erzähltes Stück Geschichte, und oft natürlich richtig berührend. Und während des Abspanns dann jede Menge Orignal-Filmaufnahmen, z.B. wie die Männer bei der Abstimmung tatsächlich einzeln durch einen schmalen Gang durch Massen von Frauen hindurch laufen mussten, um ihre Stimmzettel einzuwerfen. Und von den Demos natürlich und den ersten Nationalrätinnen, wie sie dort an ihren Pulten Platz nehmen… wirklich sehr schön!

 

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Das kleine furchtlose Mädchen

Noch eine schöne Nachricht vom International Women’s Day

Der Wall Street Bulle hat ein starkes Gegenüber bekommen: Ursprünglich wohl als eine PR-Aktion angedacht, aber nun hofft man, dass die Statue länger stehen bleiben darf – und das hoffe ich auch!

Hier nochmals ein paar Bilder, unter anderem mit Pussyhat , und hier auch noch ein kleines Video.

 

PS: Gerade bei Youtube noch ein weiteres schönes Video gefunden.

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