Bärlauch

Immernoch ist bei uns voll die Bärlauchzeit, und dieses Jahr gehörte ich zu den Allerersten, die die ganz jungen frischen Blätter gepflückt haben. Vielleicht bin ich halt einfach ein einfaches Gemüt, aber Kartoffeln mit Saurem Halbrahm, in den frische Frühlingkräuter – oder eben nur Bärlauch – geschnippelt werden, gehören für mich zum Besten, was es gibt.

Da jetzt unterdessen aber auch die Maiglöckchen spriessen, verlinke ich hier mal den genialen Beitrag von Ivana über den Bärlauch. Am besten aber finde ich die Fotos darin, denn ich muss tatsächlich jedes Jahr wieder erneut nachschlagen, was denn jetzt die Unterschiede sind. Dieses Jahr aber habe ich mir nun die Bilder gleich ausgedruckt und eine Doppelseite in meinem Bullet-Journal damit dekoriert – nächstes Jahr wird dies daher definitiv einfacher!

Eine Suppe hatte ich bis jetzt noch nie gemacht, und so ist dies mein erster Versuch – war super lecker, nur (noch) ein bisschen zu salzig für meinen Geschmack, aber das lässt sich ja korrigieren. Und Food-bloggen ist ganz offensichtlich auch nicht so meins, denn als wir die Suppe gegessen haben, war es bereits dunkel, und mit dem Blitzlicht sieht die Farbe nun ziemlich… äh interessant aus.

Et voilà!

Ivana spricht auch davon, dass sie Bärlauch einfrieren möchte. Das habe ich meinerseits bereits einmal probiert, aber wieder verworfen. Erstens haben meine Blätter damals einen komischen Geschmack angenommen, was man aber mit einer richtigen Konservierung vermutlich vermeiden könnte. Viel wichtiger aber ist für mich die Tatsache, dass ich zwar beim stubsen der ersten Blätter immer total Heisshunger auf Bärlauch habe, aber wenn die Saison vorbei ist, ist dieser auch wieder total weg. Ich glaube, ich hatte in dem ganzen Jahr, als ich ihn eingefroren im Gefrierfach liegen hatte, kein einziges Mal Lust auf Bärlauch. Nur den Pesto, den ich manchmal von meiner Freundin geschenkt bekomme, kommt dann noch zum Zug.

Beim Löwenzahnhonig geht es mir übrigens ähnlich. Daher bin ich unterdessen der Überzeugung, dass das Leben mit dem Jahreskreis eben auch immer ein Loslassen beinhaltet, also nicht nur im Herbst und zu Samhain. Dafür ist die Vorfreude aufs nächste Jahr dann umso grösser!

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