Wildwood-Tarot I, getrimmt

Bei einem Besuch bei der Mondfalkin Ivana habe ich ihr Wildwood-Tarot kennengelernt. Es war Liebe auf den ersten Blick! Und obwohl ich unterdessen nicht mehr jedes Deck haben muss, das mir gefällt, konnte ich in diesem Fall nicht widerstehen. Ich nahm es als Anlass, wieder mehr mit den Karten zu arbeiten.

Der Anfang unserer Beziehung war allerdings nicht sehr vielversprechend. Erstens finde ich die Karten ziemlich dünn, diesbezüglich muss ich den Rezensionen allerorten recht geben. Aber vor allem zog ich als erste Karte ausgerechnet eine der wenigen, die mir nicht gefallen. Ausserdem ergab sie auch noch absolut Null Komma Null Sinn! Ok, Letzteres wird auch etwas mit mir selbst zu tun haben, und wenn man lang genug dran bleibt findet man auch einen Sinn. Auf jeden Fall aber war dieses erste Mal schon ziemlich enttäuschend, und so legte ich das Deck auch schnell wieder zur Seite.

Dann fand ich bei Youtube Dawn Michelle von Boho Tarot und die Anleitung zum Trimmen von Decks. Dabei wird ein störender Rahmen weggeschnitten, die neuen Seiten im Schnitt rundherum eingefärbt, und manchmal auch die Rückseite neu beklebt. Wegen der dünnen Qualität des Wildwood konnte ich mir dies auch sofort prima vorstellen, aber: Ich! Ein Tarot-Deck zerschneiden! Was logischerweise nie perfekt sein wird! Waaaaaahhhhh…

Ich habe es tatsächlich getan. Und mehr, es fühlt sich so genial richtig und gut an! Das hätte ich mir ja selber nie vorstellen können… aber tja, man wird halt älter und weiser mit den Jahren, und lernt dazu… Wobei ich sagen muss, dass mir ein Reserve-Deck in englisch vielleicht etwas dabei geholfen haben dürfte (in den US sind Karten zum Glück günstiger).

Ich habe mit dem Cutter geschnitten, weil ich sehr viel mit dem Cutter mache und daher besser darin geübt bin als mit der Schere. Und wieviel deutlicher nun die Botschaft einer Karte ersichtlich wird, wieviel mehr da plötzlich zu sehen ist! Ich hätte ja nie gedacht, dass der Unterschied so deutlich sein würde. Da ist sofort Kontakt. Und jetzt, wo ich nicht mehr auf den ersten Blick weiss, wie eine Karte heisst, achte ich auch viel mehr auf die Gefühle, die der Anblick der Karte in mir auslöst.

Es ist so, als würden mir die Karten direkt in die Augen sehen. Fenster zur Seele.

Noch habe ich die Seiten nicht eingefärbt, aber das Deck selbst ist unterdessen beklebt, neu zugeschnitten, und abgerundet. Für die Rückseite habe ich Klebefolie mit  Ahornholz-Muster genommen, für die Ecken einen Eck-Stanzer verwendet.

Bilder vom fertigen Deck folgen, und eine Tasche ist auch noch geplant.

 

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